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Spiele-Review: Horizon: Zero Dawn – Prähistorie und Futur treffen aufeinander

Back to the roots. Horizon: Zero Dawn zeigt uns eine Welt, in der eine geheimnisvolle Katastrophe die Menschheit zurück zu ihren Wurzeln führt.

Story

Die Menschen, die die Katastrophe überlebten, leben nun in Stämmen in verschiedenen Gebieten. Protagonistin Aloy und ihr Ziehvater Rost leben im „Heiligen Land“ – dem Nora-Gebiet. Als Ausgestoßene ist ihnen jedoch jeglicher Kontakt mit Mitgliedern des Nora-Clans verboten. Wir starten das Game als junge Aloy, die wissbegierig die Basics des Jagens von Rost erlernt. Bei einem Sturz in eine Höhle machen wir einen bedeutsamen Fund: ein kleines Headset, der sogenannte „Fokus“. Bei Aktivierung erscheint eine Hologramm-Kuppel und wir können Gegner analysieren und Rätsel lösen.

Aloy weiß nicht viel über sich und ihre Mutter. Sie möchte mehr über ihre Herkunft erfahren, weswegen sie hart trainiert, um an der „Erprobung“ im Dorf Mutterherz teilzunehmen, bei der sie ein Mitglied des Nora-Clans werden kann. Hierbei werden wir allerdings nicht nur körperlich, sondern in vielen Hinsichten auf die Probe gestellt, denn es kommt zu einer überraschenden Konfrontation…

Dialoge

Interessante Figuren und Hintergrundgeschichten. Manche Dialoge bieten drei Antwortmöglichkeiten, bei denen wir die Wahl haben, ob wir unser Gegenüber konfrontieren, ihm Mitgefühl zeigen oder clever antworten. Diese Entscheidungen haben einen leichten Einfluss auf die Endsequenz und auf Questketten.

Ich habe mich für die englische Synchronisation entschieden, da ich finde, dass die deutsche Lippensynchronisation misslungen ist.

Welt

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Wunderschön, lebhaft und detailreich. Die insgesamt 21 Hauptmissionen und zahlreichen Nebenmissionen des Open-World-Games führen uns durch abwechslungsreiche Landschaften, Dörfer/Städte und Banditenlager. Hohe Wasserfälle, sonnendurchflutete Waldgebiete, alte Ruinen, schneebedeckte Berglandschaften, dichter Dschungel und weite Wüsten. Um einen ungefähren Überblick zu bekommen, wie groß die Map ist: von rechts unten bis links oben sind es ca. 5000 Schritte (siehe Screenshot). Wenn ihr keine Lust habt, zu Fuß zu gehen, könnt ihr entdeckte Lagerfeuer als Speicher- und Schnellreisepunkte nutzen. Diese sind überall auf der Map zu finden. Ihr könnt aber auch zum Beispiel Läufer als Reittiere nutzen, um euch fortzubewegen, mehr dazu nachfolgend unter „Gegner“. Ich persönlich laufe allerdings gerne mal, um alle Ecken zu erforschen und neue Details zu entdecken.

Gegner

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Lebewesen wie Wildschweine, Füchse, Truthähne und Schmetterlinge streifen umher und erinnern an unsere gegenwärtige Welt. Sie verhalten sich friedlich und geben wichtigen Loot, um beispielsweise Tränke herzustellen. Im krassen Kontrast hierzu stehen die hochentwickelten Maschinen, von denen es 25 verschiedene Arten gibt.

Wächter: Greifen bei Sichtkontakt an und können uns mit einer Fähigkeit blenden.

Langhals: Gigantische und majestätische Wesen. Wenn ihr auf ihren Kopf klettert und euch mit diesem verbindet, wird ein Teil der Map enthüllt.

Sägezahn: Raubtierähnliche Maschinen, die sehr aggressiv und gefährlich sind.

Mit dem Fokus könnt ihr die Gegner analysieren. Es werden Informationen angezeigt und Schwachpunkte aufgedeckt, sodass ihr erfahrt, welche Stellen ihr anvisieren müsst. Trefft ihr diese Bauteile des Körpers, könnt ihr die Maschinen zum Beispiel lähmen oder unter Schock setzen. Für die Kämpfe ist das ein essentieller Vorgang, weil ihr so Ressourcen und Munition sparen könnt und die Gegner ziemlich schnell sein können.

Zu euren Waffen gehören unter anderem Speer, Bogen und detonierende Stolperfallen, die ihr mit Mods upgraden oder mit Eis- und Feuerschaden versehen könnt. Es gibt aber auch eine andere, meist klügere, Herangehensweise, um eure Feinde zu killen: Schleichen und Silent-Kills. Die meisten Gegner bewegen sich in Rudeln, daher empfiehlt es sich, sich im hohen Gras zu bewegen, da Aloy dort nicht sichtbar ist. Auf diese Weise könnt ihr Feinde anlocken und dann einen lautlosen Kill ausführen. Der Fokus erlaubt es euch außerdem, die Laufwege der Maschinen anzeigen zu lassen. Des Weiteren könnt ihr mit eurem Speer Maschinen manipulieren. Dieser Vorgang nennt sich „Überbrückung“ und hat je nach Maschinen-Spezies unterschiedliche Auswirkungen: Läufer werden zu Reittieren, andere Arten greifen Feinde an. Das Kampfsystem kann also durchaus taktisch sein.

Skills

Es gibt drei Skilltrees: Jäger, Krieger und Sammler. Erledigte Quests und Aufträge geben euch Erfahrungspunkte, die ihr dann investieren könnt. Der Jäger-Talentbaum enthält Fähigkeiten wie lautloses Töten, höhere Damage-Werte bei Schlagangriffen und stille Landungen. Mit dem Krieger-Talentbaum könnt ihr Skills wie Zeitverlangsamung beim Zielen, kritische Treffer und das Abschlagen von Rüstungs- und Bauteilen freischalten. Der Sammler-Talentbaum besitzt defensivere Fertigkeiten und erlaubt euch, Überbrückungszeiten zu verlängern, die Kapazität des Medizinbeutels zu erweitern und mehr Rohstoffe zu erbeuten.

Crafting

Ressourcen sind euer Fundament für das überlebenswichtige Crafting. Beim Durchsuchen von erledigten Gegner erhaltet ihr Loot, ihr könnt aber auch bei Händlern Materialien erwerben. Hierfür dienen euch Metallscherben sowohl als Währung, als auch als Craftingmittel. Bei bestimmten Kombinationen aus Drähten, Rainholz, Fleisch, Lohen und so weiter werden je nach Zusammensetzung Tränke, Munition, Tragetaschen oder Fallen hergestellt.

Gut: Man kann im Waffenrad direkt Munition erstellen.

Schlecht: Im Händlermenü gibt es keine Möglichkeit, die vom Händler angebotenen Outfits mit dem aktuell ausgerüsteten Outfit direkt miteinander zu vergleichen. Das heißt, es ist nicht direkt einsehbar, welche Rüstung die besseren Eigenschaften und Werte hat.

Fazit

Horizon: Zero Dawn bietet ein spannendes Setting mit wundervoller Flora und Fauna. Es gehört zu den technisch schönsten Open-World-Games, da die Lichteffekte und die hohe Texturqualität die Landschaften unheimlich idyllisch machen. Hinzu kommen die detailreichen und tollen Animationen, wenn Aloy sich beispielsweise von einem Langhals abseilt oder bei längerem Stillstand anfängt zu gähnen. Mit dem spielinternen Fotomodus kann man übrigens Screenshots easy editieren und super Wallpaper erstellen.

Das Spiel ist keine Revolution, es übernimmt klassische RPG-Merkmale. Als Skyrim- und Witcher 3-Fangirl erkenne ich gewisse Muster wieder. Jedoch verfeinert Horizon diese mit eigenen Stil-Elementen. Für mich ein lohnenswertes Game und wirklich nice.

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